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Coaching

Ursprünglich kommt das Wort Coach aus dem Leistungssport und bezeichnet eine intensive und individuelle Betreuung von Sportlern. Im Gegensatz zum reinen körperlichen Training wird beim Coaching die psychische Komponente sportlicher Leistungsfähigkeit mit berücksichtigt. Und weil es auch im Beruf zunehmend darauf ankommt, täglich Spitzenleistungen zu erbringen, lag die Übertragung des Coaching-Ansatzes vom Sport auf die Managementweiterbildung auf der Hand. Dort verbreitete sich der Begriff des Coaching inflationär.

Die Folge: Über kaum eine andere Methode der Weiterbildung herrschen so viele unterschiedliche Ansichten über Inhalte, Vorgehensweisen und Ziele. Das betrifft sogar die Frage, wer Coach und wer Nutznießer des Coaching ist bzw. sein sollte. Hiermit sei trotzdem der Versuch gewagt, einen kleinsten gemeinsamen Nenner der vielfältigen Coaching-Definitionen zu benennen:

•    Coaching ist die Bearbeitung und Reflexion von persönlichen berufsbezogenen Problemen unter vier Augen.

•    Durch begleitendes Feedback und aufgabenbezogene Hilfestellung werden die (Nachwuchs-)Führungskräfte unterstützt, ihre Tätigkeit effektiver und mit größerer Zufriedenheit zu bewältigen.

•    Der Coach fördert die berufliche Entwicklung und Leistungsfähigkeit seines Klienten, indem er dessen individuelle Ressourcen und Persönlichkeitsmerkmale berücksichtigt.

•    Weitgehend Einigkeit besteht auch über die Unterscheidung in internes und externes Coaching.

Zur endgültigen Verwässerung der unterschiedlichen Coaching-Ansätze tragen die selbst in der Fachliteratur häufig benutzten Begriffe Team- bzw. Gruppencoaching bei.

•    Werden mit Hilfe eines Coachs in einem Arbeitsteam Themen besprochen, die den beruflichen Kontext betreffen, so entspricht dieses Vorgehen letztlich dem klassischen Ansatz der Supervision.

•    Werden private Aspekte thematisiert, so ist ein Teamcoaching unangebracht, denn man wird schwerlich mit Kollegen über private Probleme sprechen wollen. Private Themen gehören in das Einzelcoaching oder in die Gruppentherapie. In einer Gruppentherapie kommen die Teilnehmer allerdings zufällig zusammen und kennen sich weder beruflich noch privat.

Kurz: Über den Unterschied des Gruppen-/Teamcoaching zu anderen und bereits etablierten gruppenbezogenen Beratungsformen herrscht auch unter Experten kein Konsens. Das bleibt Ansichtssache.

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