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Fallbasiertes Lernen

Die Einbettung eines Lernstoffes in eine tatsächliche oder konstruierte Problemstellung wird als fallbasiertes Lernen beschrieben. Der Lernende erwirbt oder festigt neues Wissen, indem er aktiv und selbstgesteuert eine Problemstellung bearbeitet. Damit weist dieses didaktische Modell eine Verwandtschaft zum entdeckenden Lernen auf.

An amerikanischen Universitäten ist das fallbasierte Lernen durch den Einsatz von sog. Case Studies eine verbreitete Lehrform.

Bei der Auswahl und dem Einsatz der Problemstellungen ist zu beachten, dass der Lernende mit einer Situation konfrontiert wird, die Anknüpfungspunkte zu bereits bekannten Szenarien oder Lebenssituationen beinhaltet. Somit wird ermöglicht, dass bereits vorhandenes Vorwissen dazu benutzt werden kann, die Fragestellung in aktiver Art und Weise zu bearbeiten.

Der (Online) Tutor bereitet also die zu bearbeitenden Fälle lernzielgerecht auf, betreut sie, ist Ansprechpartner bei individuellen Problemen und gibt Feedback auf die Lernergebnisse des Teilnehmers.

Fallstudien haben zumeist keine eindeutige Musterlösung. Das kann einerseits die Kreativität der Lernenden bei der Bearbeitung fördern, birgt aber auch Schwierigkeiten bei der Beurteilung und Benotung der Lernergebnisse.

Neben den aus der Tradition der Harvard Business School bekannten Teaching Cases in Printform (als Textdokument) lassen sich Problemstellungen für fallbasiertes Lernen auch multimedial durch die Verwendung von Video- und Soundclips sowie Computersimulationen anreichern.

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