World-Café
Das World-Café - entwickelt von den US-amerikanischen Unternehmensberatern Juanita Brown und David Isaacs - ist eine weltweit eingesetzte Dialog- und Workshop-Methode. Sie ist geeignet für Gruppengrößen von 12 bis zu mehreren hundert Teilnehmern.
Über die Methode des World-Cafés werden Menschen zu einem für sie relevanten Thema miteinander in ein konstruktives Gespräch gebracht. In einer entspannten Kaffeehaus-Atmosphäre sollen möglichst viele Beteiligte zu Wort kommen, mitwirken und sich engagieren können. Die Gespräche haben das Ziel, gemeinsames Wissen und kollektive Intelligenz sichtbar zu machen, um so neue Perspektiven, Denkweisen und Handlungsoptionen zu entwickeln.
Das Setting ist ähnlich einem Kaffeehaus aufgebaut, d. h. es stehen Bistro-Tische verteilt über einen Raum. Pro Tisch können zwischen drei und sechs Personen Platz nehmen. Dieser Personenkreis bildet eine Diskussionsgruppe. Auf dem Tisch liegen eine Papiertischdecke, Stifte und eine Karte mit den Arbeitsregeln, den so genannten "Café-Etiketten". Zusätzlich ist es möglich, in einer Art Menü-Karte, aus der man Dinge auswählen kann, Input-Material pro Tisch zur Verfügung zu stellen, z. B. Hilfen zur Strukturierung, Ähnliche Fallbeispiele, etc.
Die Teilnehmer schreiben ihre Gedankengänge und Ergebnisse direkt auf die Tischdecken, bzw. ein über den Tisch gelegtes Blatt der Größe DIN A0. Dabei soll kein linear, strukturiertes Chart entstehen, sondern durchaus ein spontanes und vernetztes Bild, das den Gesamteindruck der Veranstaltung widerspiegelt. Der Ablauf der Veranstaltung ist unterteilt in Phasen der Gruppendiskussion und Phasen im Plenum, in der dann neue Fragen gestellt werden können oder Zwischenergebnisse präsentiert werden können.
Die Gruppen sind jeweils nur für eine Fragestellung oder eine bestimmt Zeit (z. B. 45 Minuten) in der Zusammensetzung um einen Tisch vereint. Nach Ablauf der Zeit oder zur nächsten Fragestellung verlassen alle bis auf einen, dem so genannten "Gastgeber", den Tisch und gehen an einen beliebigen anderen Tisch. Der "Gastgeber" stellt seinen neuen "Gästen" die bisherigen Arbeitsergebnisse kurz vor und dann beginnt die Gruppe an der neuen Fragestellung, bzw. mit den bisherigen Ergebnissen, weiterzuarbeiten. Der Ansatz des World-Cafés nutzt und bewirkt die Selbststeuerung und Selbstorganisation.
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