Vertrauen? Am besten vorleben!

In Zeiten zunehmender Komplexität brauchen Unternehmen die Perspektive und das Potenzial eines jeden einzelnen Mitarbeiters. Erfolgreich ist, wer die kollektive Intelligenz zu entfalten versteht. Führung hat hier nicht mehr die Aufgabe, zu sagen, wie es geht. Vielmehr ist Führung gefordert, einen Rahmen zu schaffen, in dem Menschen Verantwortung übernehmen und die Möglichkeit haben, auf unerwartete Ereignisse und Entwicklungen angemessen und schnell zu reagieren.


Ein Umfeld des Vertrauens fördert das!

Deshalb besteht die Aufgabe von Führung immer mehr darin, Vertrauen aktiv zu stärken, das heißt, am zwischenmenschlichen System zu arbeiten. Doch eine Vertrauenskultur kann nicht einfach eingeführt und schon gar nicht verordnet werden. Sie braucht das Vorleben und die Erfahrung konkret gelebten Vertrauens. Beispielsweise den Zugang zu bestimmten Ressourcen, die Abschaffung bestimmter Kontrollmechanismen, mehr Eigenverantwortung usw. Aus der Summe all dieser Erfahrungen des Alltags entwickelt sich Vertrauen – oder nicht.

Eine Vertrauenskultur muss auch mit Vertrauensmissbrauch und Enttäuschungen zurechtkommen. Negative Erfahrungen sind unausweichlich. Die Gefahr besteht darin, sie als Alibi dafür zu benutzen, um wieder in die alte Welt zurückzukehren.

»Wenn man einem Menschen trauen kann, erübrigt sich ein Vertrag. Wenn man ihm nicht trauen kann, ist ein Vertrag nutzlos.« Jean Paul Getty

Diese drei wichtigsten Tipps helfen Ihnen eine Kultur zu schaffen, die gegenseitiges Vertrauen ermöglicht:

  1. Schaffen Sie Kontrollmechanismen ab Leider herrscht verbreitet noch die Haltung „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Auf diese Weise geben Sie Ihren Mitarbeitern keine Möglichkeit, in die Eigenverantwortung zu kommen. Denn: Wer kontrolliert, steht auch letzten Endes gerade für das, was schiefläuft.
  2. Gewähren Sie Freiräume Nichts ist unproduktiver als Menschen, die strikt nach Vorgaben ihren Arbeitsalltag bestreiten. Sicherlich braucht es Regeln und Grenzen, doch sollten innerhalb dieser Vorgaben Handlungsspielräume zur Verfügung stehen. Das erleichtert auch die Entscheidungsfindung.
  3. Unterstützen Sie Eigenverantwortung Sicherlich haben Sie als Vorgesetzter die Entscheidungshoheit. Sie können Ihren Arbeitsalltag allerdings erheblich entzerren, wenn Sie Ihren Mitarbeitern eigenverantwortliches Arbeiten ermöglichen. Auf diese Weise schaffen Sie eine engere Bindung und auch Auseinandersetzung mit einem Thema, für dessen Zielerreichung der Mensch einsteht. Erfolgserlebnisse hinterlassen damit viel tiefere Eindrücke.

Beginnen Sie also, Vertrauen selbst zu leben – und geben Sie dadurch Ihren Mitarbeitern und dem gesamten Unternehmen die Möglichkeit zu einer funktionierenden Vertrauenskultur!