Ist KI der Job-Killer – oder die Chance, Führung endlich anders zu denken?
Die aktuelle Studienlage zeichnet ein differenziertes Bild:
- KI wird viele Tätigkeiten verändern, aber nicht pauschal „alle Jobs“ vernichten. [bpb.de], [iwkoeln.de], [bmwet.gv.at]
- In Deutschland bieten generative KI-Technologien ein erhebliches Produktivitäts- und Wachstumspotenzial – vorausgesetzt, Unternehmen investieren gezielt in Kompetenzen und Transformation. [bundeswirt…sterium.de], [denkfabrik-bmas.de]
- Besonders wichtig: KI kann helfen, Fachkräftemangel abzufedern, wenn sie zur Entlastung repetitiver Tätigkeiten genutzt und parallel in Qualifizierung investiert wird. [mckinsey.de]
Gleichzeitig zeigen Untersuchungen, dass viele deutsche Unternehmen noch deutliche Defizite bei KI-Kompetenzen – gerade auf Führungs- und Steuerungsebene – haben.
Mein Fazit für Führungskräfte:
Sie verlieren Ihren Job nicht an KI – sondern an mangelnde Bereitschaft, Führung neu zu denken.
Drei zentrale Lernfelder für Führung in der KI-Ära:
- Kompetenz: KI verstehen und verantwortungsvoll einsetzen
Machen Sie sich mit Grundlagen vertraut: Was kann KI heute, was nicht? Wo liegen Risiken (Bias, Datenschutz, Fehlinformation)? Gute Einstiege:- Bundeszentrale für politische Bildung – „Die Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt“ [bpb.de]
- IW Köln / Denkfabrik BMAS – Studien zu KI & Arbeitsmarkt in Deutschland [iwkoeln.de], [denkfabrik-bmas.de]
- Strategie: KI mit Fachkräftesicherung verknüpfen
Sehen Sie KI nicht nur als Sparhebel, sondern als Antwort auf Fachkräftemangel: Entlastung von Routinetätigkeiten, Up- und Reskilling, neue Karrierepfade. Einen spannenden Blick bietet z.B. die McKinsey-Analyse zum Einsatz von KI zur Fachkräftesicherung in Deutschland. [mckinsey.de] - Kultur: Lern- und Fehlerkultur stärken
Studien zu KI-Kompetenzen in deutschen Unternehmen zeigen: Dort, wo Lernen, Experimentieren und interdisziplinäre Zusammenarbeit gefördert werden, gelingt der KI-Einsatz deutlich besser.
Für Führung heißt das:- Experimentierfelder schaffen
- Fehler als Lernquelle akzeptieren
- Erfolg nicht an „Fehlerfreiheit“, sondern an Lernfortschritt messen
Kurz gesagt:
KI ist kein Naturereignis. Sie ist gestaltbar – und Führung entscheidet, ob sie zum Produktivitätshebel und Qualitätsgewinn für Menschen wird, oder zur nächsten Welle von Vertrauensverlust und Zynismus.



