Arbeiten um zu leben?

Oder Leben um zu arbeiten?

Es wirkt fast so, als ob wir Meister darin geworden sind, uns selbst zu überfordern.
Unsere Arbeitswelt hat längst alle Wochentage erobert. Zwischen globaler Verfügbarkeit, technischem Dauerdruck und gesellschaftlicher Leistungsbesessenheit stellt sich die Frage: Wie finden wir eine Balance, die uns nicht ausbrennt – sondern trägt?

Während einige den Begriff Work-Life-Balance als künstliche Trennung ablehnen, erleben andere Arbeit als Pflicht, als Ort von Konflikten, Belastung oder Sinnverlust. Beide Perspektiven sind legitim – entscheidend ist, wie wir selbst damit umgehen.

Denn Arbeit an sich ist nichts Schlechtes:
Sie gibt Struktur, ermöglicht Teilhabe, schafft Würde, Kompetenz und im besten Fall Bedeutung.

Aber: Die 24/7‑Dopamin-Ökonomie zwingt uns in ein neues Spiel. WiFi endet nicht, Benachrichtigungen kennen keine Feiertage und der Laptop wird selbstverständlich mit in den Urlaub genommen.

Wir leben in einer Kultur, die Workaholics feiert und Burnout toleriert. Eine kurze Pause, etwas Therapie – und weiter geht’s.

Jonathan Malesic nennt das den „Arbeitsdämon“ – eine Kraft, die uns verschlingt, wenn wir sie nicht bewusst zähmen.

Die entscheidende Führungsfrage lautet:
Wie viel Raum geben wir diesem Dämon – und wann wird es Zeit, Grenzen zu setzen?
Ob jemand leben möchte, um zu arbeiten, oder arbeitet, um zu leben: Beides verdient Respekt.

Doch wir alle müssen verstehen, wie sehr Arbeit unser Leben beeinflusst – und aktiv gestalten, wie weit wir sie hineinlassen.

Selbstführung

Arbeitswelten

WorkLifeBalance

Selbstbestimmung

Weitere News