Echt oder eingebildet?
Bullshit Work – sinnlose Arbeit, die Sinn, Energie und Zukunftsfähigkeit kostet.
Der Anthropologe David Graeber hat den Begriff „Bullshit Jobs“ geprägt, Vera Starker spricht von „Stop Bullshit Work“.
Gemeint sind Tätigkeiten, von denen Mitarbeitende insgeheim glauben:
- Niemand würde sie vermissen, wenn sie morgen wegfallen.
- Sie leisten keinen echten Beitrag zur Wertschöpfung oder zum Purpose.
- Sie werden „für das System“ getan – nicht für die Kundschaft oder Ergebnisse.
Typische Treiber von Bullshit Work sind:
- Over-Engineering von Prozessen und Reports
- Misstrauenskultur und Kontrollzwang
- Silodenken und interne Politik
- Meeting-Inflation ohne klare Entscheidungen
- starre Strukturen, in denen „man das halt so macht“
Auch Statusdenken spielt hier eine große Rolle: mein Auto, meine 3 PA, meine Armee von Untergebenen!
Für Mitarbeitende fühlt sich das schnell so an: „Ich bin beschäftigt, aber die Arbeit ist sinnlos.“
Für Unternehmen bedeutet es: verschwendete Ressourcen, verlorene Innovationskraft und eine stille Erosion der Motivation.
Moderne Führung entscheidet, ob Bullshit Work sich ausbreitet oder reduziert wird. Sie gestaltet Rahmenbedingungen, in denen Sinn, Wirksamkeit und Klarheit Vorrang haben – statt Beschäftigungstherapie.



