Schaffen Führungskräfte es, da mitzuhalten?
Vor wenigen Jahren galt eine Führungskraft als „gut“, wenn sie sich neben dem Tagesgeschäft ab und an Zeit für Themen wie Kommunikation, Feedback, Agilität oder New Work genommen hat.
Heute? Wer das nicht lebt und anwendet, bekommt Probleme.
Was ist passiert?
Corona hat die Entwicklung massiv beschleunigt.
Die Erwartungen an Führung haben sich seit der Jahrtausendwende stark verändert. Es reicht längst nicht mehr, Anweisungen zu geben, Fragen zu beantworten und Mikromanagement zu betreiben.
Junge Generationen fordern Wertschätzung, Feedback und Sinnhaftigkeit – und die Pandemie hat diesen Trend verstärkt.
Homeoffice, digitale Zusammenarbeit und Führung auf Distanz haben gezeigt, wie wichtig Vertrauen, Ermächtigung und offenes Feedback wirklich sind.
Wer jetzt nicht modern führt, hat ein Problem.
Begriffe wie The Great Resignation und Quiet Quitting sind keine Buzzwords, sondern Realität.
Menschen kündigen nicht mehr nur für einen besseren Job, sondern weil sie die Bedingungen im aktuellen Job nicht mehr akzeptieren.
Der Ruf nach der 4-Tage-Woche wird lauter.
Führung ist heute komplexer, anspruchsvoller – und oft frustrierend.
Oder wie Scott J. Miller sagt:
„Leadership is tough. It is hard to do. It is unrelenting and unrewarding. So stop saying everyone should be a leader!“
Führung ist schwer – akzeptieren wir es!
Führung heute bedeutet:
- Integration und Selbstführung
- Geduld, Zuhören, Opfer bringen
- Niederlagen akzeptieren, um Verzeihung bitten
- Pausenlos an Kommunikation und Feedback arbeiten
Wer vor 10 Jahren „gut“ war, ist heute Durchschnitt. Die Erwartungen steigen – und damit der Schwierigkeitsgrad.
Die gute Nachricht: Führung können wir lernen. Aber nur, wenn wir es wirklich wollen.



